Unser Jahresrückblick 2017

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Faltflyer & Info-Broschüre 2018
Hier findest Du unsere brandneue Info-Broschüre als Faltflyer für Dich zum Ausdrucken und weiterreichen.
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Info-Broschüre 2017
Hier ist auch noch unsere Info-Broschüre aus 2017. Immer noch sehr informativ aber nicht mehr 100% aktuell.
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Aktuelle Projekte


direkte humanitäre nothilfe an der syrischen grenze im süden der türkei.

Aktuell leben in der Türkei ca. 3,5 Millionen Flüchtlinge. "Nur" ca. 500.000 davon leben in strukturierten und organisierten Lagern, wo sie auch von den bekannten großen NGOs sehr gut betreut werden. Dies hat dann jedoch zur Folge, dass sich ein großer Teil der ca. 3 Millionen Flüchtlinge in "inoffiziellen Camps" befinden oder ihr Glück im urbanen Umfeld der großen Städte wie Istanbul, Izmir, Gaziantep oder Adana suchen. Davon ca. 1,5 Millionen Kinder. Diese Menschen leben meist weit unter der Armutsgrenze in meist katastrophalen Bedingungen! Oft ohne jegliche Infrastruktur. Ohne  Wasser oder Strom.

Den Menschen fehlt es am allernötigsten. Meist völlig mittellos, benötigen Sie dringend die einfachsten Dinge wie Wasser, Reis, Bulgur, Öl und Brot. Auch Babynahrung, Babywindeln und Hygieneartikel wie Damenbinden und Babywindeln werden dringend gebraucht.

Im Süden der Türkei herrscht große Not für die Menschen in den inoffiziellen Camps. Hier sind viele der Geflüchteten Menschen gestrandet. Kurz hinter der Grenze werden sie dort registriert und dann auf unterschiedliche "Erst Aufnahmeeinrichtungen" verteilt. Viele von ihnen leben jedoch auch hier in inoffiziellen Camps. Ohne Unterstützung oder Aussicht auf Arbeit und ein würdevolles leben, werden sie hier vom Rest der Welt vergessen. Die "Drei Musketiere"  konnten bereits auf mehreren Hilfseinsätzen in der Region,  direkt vor Ort humanitäre Hilfe leisten und insgesamt über 6000 Menschen mit mehreren Tonnen Lebensmittel wichtige Nothilfe leisten. 



Unser TIAFI "Community-Center" im Herzen von Izmir

Bereits nach unseren ersten Hilfsmissionen in die Türkei und entlang der Balkanroute, war uns klar, dass wir einen Weg finden mussten, wie wir Menschen auf der Flucht, abgesehen von direkter Nothilfe direkt vor Ort, langfristig, nachhaltig  und würdevoll unterstützen können.

Unsere ganz besondere Aufmerksamkeit, wollten wir den vielen alleinstehenden Frauen die ihre Männer im Krieg verloren hatten und ihren Kindern schenken. Für sie ist es ganz besonders schwer, alleine und ohne Schutz der Familie, ein neues, selbständiges Leben in Sicherheit und in Würde zu gestalten.

Viele der jungen Frauen haben im Krieg oder auf der Flucht ihre Männer verloren und leben alleinstehend als alleinerziehende Mütter, mit ihren Kindern zusammen. Diese jungen Frauen haben kaum eine Chance für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Zum großen Teil leben sie in zwei Stadtteilen von von Izmir. Im Stadtteil "Basmane" leben derzeit ca. 70.000 geflüchtete Syrer und im Stadtteil "Buca" weitere 40.000. Die Unterkünfte, Wohnungen kann man sie nicht nennen, sind zum größten Teil heruntergekommen und in sehr schlechtem Zustand. Oft ohne fließendes Wasser, baufällig und mit Schimmel an den Wänden, leben die Frauen hier mit ihren Kindern und müssen teils völlig überteuerte Mieten für die Räume aufbringen. Hierdurch ist der Weg in die Prostitution oftmals vorprogrammiert.

 

Die Idee zu einem TIAFI Community-Center für alleinstehende Frauen und somit auch zu BOUNDLESS wurde geboren. Wir wollten einen sicheren Hafen für diese Frauen und ihre Kinder schaffen. Ein Ort an dem sie sich sicher und geborgen fühlen dürfen, mittels Beschäftigung ihre Würde wieder finden und ihre Kinder eine Schule besuchen dürfen.

 

Gesagt getan! In einer alten Schuhfabrik am Rande von "Basmane" (ein Stadtteil in Izmir in dem ca. 70.000 Geflüchtete leben) haben wir unser Community-Center ins Leben gerufen. 

 

Inzwischen ist aus der alten, grauen Schuhfabrik ein wunderbarer, bunter Ort voller Liebe und Harmonie entstanden. In der kleinen Schule lernen die Kinder türkisch, englisch und arabisch. Die Frauen können in einer gesonderten Klasse die türkische und englische Sprache erlernen. 

In einem Info-Corner unterstützen wir die Frauen in alltäglichen bürokratischen Themen. Im Charity-Shop mit Kleiderspenden, können sich die Frauen auf würdevolle Weise selbst einkleiden. In unsere Tea & Soup Kitchen gebe wir inzwischen täglich bis zu 150 warme Mahlzeiten an alle bedürftigen aus der gesamten Nachbarschaft aus. Eine junge syrische Kindergärtnerin gestaltet für die Kinder auf pädagogische Weise den restlichen Tag.

besonders freuen wir uns, dass wir mit Mohammed und Imge einen Physiotherapeuten und eine Psychologin für unser Community-Center gewinnen konnten.  

 

Einer der wohl wichtigsten Bestandteile unseres Community-Centers ist unser Nähatelier. Um diese Frauen langfristig und nachhaltig zu unterstützen, wollen wir ihnen, mit der Produktion von Taschen und anderen Textilien die Möglichkeit geben, zum Einen ihre Würde zu bewahren und zum Anderen so selbst für Ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.   

 

Unter dem kleinen Label "BOUNDLESS" - From Humans - For Humans, produzieren inzwischen schon neun syrische Frauen für uns wunderschöne Rucksäcke und Taschen die Du in unserem Online-Shop erheben kannst. 

 

Every order can change a life!


Hier kannst Du Dir ein Video anschauen das zeigt, wie die Stoffe von den Musketieren, nach traditioneller Methode, mit Stempeln aus Lindenholz bedruckt werden. Die Stempel werden ebenfalls in liebevoller und mühevoller Handarbeit von Hand geschnitzt.


Hilfe für die vergessenen Geflüchteten an den Grenzen Europas


athen / griechenland

Nach einem 12 Std Tag waren wir einfach viel zu müde um auf facebook noch einen Post zu schreiben. Zu weit waren die Wege die wir quer durch Athen gegangen sind, zu stark die Eindrücke die wir gesehen haben und zu bewegend die Geschichten die wir gehört haben. 
Gleich morgens haben wir uns mit Hussein und seinem Bruder Abdu zum Kaffee getroffen. Sich kennenlernen, ein erstes Abtasten. Sich gegenseitig beschnuppern. Super! Die Chemie passt. Wir mögen uns. Hussein hat uns sehr ausführlich über die aktuelle Situation der Menschen die hier in den „Squats“ leben informiert. Die Leute benennen die Squats nach der ehemaligen Funktion des jeweiligen Gebäudes. 
Nach unserer Lagebesprechung haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht um das erste Squat „Hotel Oniro“ zu besuchen. Oniro heißt auf Griechisch, Traum! Hotel Oniro wird von einer wunderbaren Frau geleitet. Sie kümmert sich wie eine Mutter um alle Bewohner. Im Oniro leben 110 Menschen. Die Hälfte Kinder. Das Gebäude stand zuvor vier Jahre lang leer und wird nun von Geflüchteten als Unterkunft, Wohnung, Lebensraum genutzt. Tamer, ein junger Mann aus Palästina, führt uns durch das Haus. BAM! Da war sie, die Realität. Auf unseren bislang ca. 30 Hilfseinsätzen haben wir viel gesehen und erlebt. Doch das hier haben wir so nicht erwartet. Wir sind schockiert, sprachlos, erschüttert und diese Realität treibt uns die Tränen in den Augen. Elektrizität ist vorhanden aber notdürftig verlegt. Überall tropft Wasser aus den Abflussrohren. Decken und Wände sind vom Schimmel übersäht. Ein Hauptrohr im Keller ist verstopft und läuft regelmäßig über. Der Geruch ist unerträglich! In den Räumen in denen die Familien leben ist es extrem heiß. Niemand besitzt einen Ventilator. Manche schlafen auf dem Boden. Nicht alle haben eine Matratze. Eine Heizung gibt es auch nicht und wir denken an den kommenden Winter. Das ist jetzt unser Zuhause sagt Tamer. Wohin sollen wir denn gehen? Wir haben nur diesen Platz. Zu all dem die permanente Angst es könnte morgen alles vorbei sein. Die Bewohner von Oniro tun alles um Ihr Zuhause sauber und in Stand zu halten. Sie kümmern sich! Es gibt Pläne wer, wann, was macht. Manchmal schöpfen sie bis spät in die Nacht das Abwasser im Keller und wenn es regnet steht alles unter Wasser.
Es gibt kein warmes Wasser im Haus. Also nutzen die Menschen einen Wasserkocher um wenigsten warmes Wasser zu haben um sich waschen zu können. 
Manchmal wissen wir nicht was wir morgen essen sollen, dann teilen wir das wenige das wir haben. Brot & Reis! Meistens trinken wir das verschmutze Leitungswasser. Dadurch bekommen die Kinder Durchfall, erzählt er uns. 
Wir bleiben lange, sehr lange. Hören zu und bleiben bei den Menschen. Sie sind leise, wirklich leise. Niemand kann uns hören, niemand hilft uns. 

Doch, wir hören Euch!


velika kladusa / bosnien

Nach insgesamt 12 Stunden Fahrt sind wir gestern wohlbehalten, mit einer Tonne Hilfsgüter, kurz vor der kroatisch/bosnischen Grenze angekommen. Unser erster Kontakt mit der „No Name Kitchen“ war auf einem Parkplatz eines Supermarktes, in einem kleinen Ort, kurz vor der Grenze nach Bosnien. Um weniger aufzufallen, haben wir unsere Ladung auf drei weitere Fahrzeuge verteilt. Dennoch wurden wir beim passieren der Grenze gecheckt. Als wir berichteten woher, wofür und für wen unsere Hilfsgüter gedacht sind, wurden wir von den bosnischen Grenzpolizisten freundlich begrüßt und ohne Probleme durchgelassen. Nach unserer Ankunft haben wir dann noch die komplette Ladung in einer großen Garage verstaut. Müde aber glücklich ab ins Bett. 

Heute sind wir dann mit Nathalie das erste mal in die Camps gefahren und konnten uns selbst ein Bild der trostlosen Lage der ca. 600 Menschen hier Machen. Der größte und zugleich traurigste Ort ist ein Camp auf einer Wiese am Ortsrand der Stadt. Aktuell leben hier unter widrigsten Bedingungen etwa 400 Menschen. Darunter einige Familien, Frauen und Kinder. Sie leben hier alle in provisorisch gebastelten „Zelten“ aus Dachlatten und grauer Plastikfolie. Schnell kommen wir mit einigen der Bewohner ins Gespräch. Sie stammen aus Pakistan und schauen auf einem kleinen Laptop ein Cricket Spiel an. Pakistan gegen Indien. Ein Stück Heimat auf einem kleinen 11 Zoll Monitor. Voller Wehmut erzählen sie uns, wie sie zuhause früher selbst Cricket spielten. Kommt Ihr morgen wieder, wollen sie wissen. Dann spielen wir Cricket. Ja, wir kommen wieder. 

Wir lernen einen jungen Mann kennen, der vor einem der Zelte auf einer Bare liegt. Beide Füße hat er dick eingebunden. Er kann nicht mehr laufen. Seine Füße sind so extrem wund gelaufen, dass sich eine schlimme, eitrige Infektion gebildet hat. Wenn ich wieder laufen kann, dann versuche ich es wieder sagt er. Nathalie zeigt uns Fotos. Was für Schmerzen muss er wohl ausgehalten haben bis seine Füße so sehr wund waren, dass er nicht mal mehr stehen konnte! 

Am späten Nachmittag haben wir uns drüben in Kroatien mit unserem Freund Stefan von Umino getroffen. Auch er hat sich auf den langen Weg gemacht um eine Tonne Hilfsgüter für die Menschen hier zu bringen. Diesmal versuchen wir unser Glück an einem anderen Übergang. Sie checken uns und stellen Fragen. Dann der Schock...sie lassen uns nicht rein. Schicken uns zurück. Was jetzt? Nach einer kurzen Lagebesprechung beschließen wir, es nochmal an dem ersten Übergang zu versuchen. Diesmal sind wir unsicher und etwas nervöser. Was tun, wenn es hier auch nicht klappt? Dann wird unser Muskevan erkannt und Fragen werden gestellt. Doch dieses Mal haben wir Glück. Die Männer sind freundlich und lassen uns passieren.


SUBOTICA / SERBIEN

Die Menschen, die sich hier in den Wäldern oder verlassenen Gebäuden verstecken, existieren offiziell überhaupt nicht. Folglich erfahren sie auch keinerlei Unterstützung. Diese Menschen hier werden täglich von der Angst geplagt, erwischt, gefangen, geschlagen, gefoltert, ausgewiesen oder deportiert zu werden.

Ja, es gibt sie auch hier. Die offiziellen Camps. Doch unter welchen Bedingungen soll hier "gelebt" werden? Diese Camps gleichen viel mehr einem Gefängnis und sind zudem hoffnungslos überfüllt!

300 - 400 Menschen, vorwiegend junge Männer zwischen 15 und 30 Jahren, halten sich hier versteckt und versuchen täglich Ihr Glück, über die "grüne" Grenze nach Ungarn und weiter nach Zentraleuropa zu kommen. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen! Die ungarischen Grenzer haben eine beinahe unüberwindbare "Pufferzone" errichtet. Hier wird von einer eigens dafür angeheuerten "Security" regelrecht Jagd auf die Geflüchteten gemacht.

Werden die Geflüchteten geschnappt, werden sie ihrer Kleidung beraubt und ihre wenigen Habseligkeiten werden zerstört.

Wir arbeiten vor Ort, gernauer gesagt in der Stadt "Subotica" mit einer großartigen Gruppe die sich "Fresh Response" nennt zusammen. Die Gruppe besteht aus einigen jungen Menschen aus der ganzen Welt. Junge Volunteers, die es sich zur Aufgabe genacht haben, diesen Menschen zu helfen.

Wir unterstützen sowohl diese Gruppe, als auch die Geflüchteten in den Wäldern und in den verlassenen Gebäuden mit frischem Obst und Genüse, mit frischem Wasser, Hygieneartikel und natürlich mit warmer Kleidung und Decken. 

Zudem unterstützen wir mit medizinischer Ausrüstung wie Desinfektionsmittel, Binden und Salben. Wir helfen mit, die Menschen dort notdürftig mit Medizin wie Hustensaft, Schmerzmittel oder Fiebersenkenden Mitteln zu versorgen. Bei akuten Notfällen, werden die Geflüchteten von den Helfern auch in die Klinik gefahren.

Weil es unmöglich ist, Hilfsgüter nach Serbien einzuführen, kaufen wir alle benötigten Güter direkt vor Ort.


GORIZIA / ITALIEN


In der kleinen Stadt Gorizia im Norden Italiens, unweit von Triest, ist aufgrund von bürokratischen Problemen und Überfüllung der staatlichen Unterkünfte, für ca. 120 Geflüchtete eine Notsituation entstanden.

Ohne staatliche Unterstützung mussten die Menschen dort, teilweise mehrere Wochen und Monate, letzen Winter in einem Fußgängertunnel und teils in den Wäldern übernachten und dort ausharren.

Obwohl die Menschen von lokalen Helfern Relativ gut versorgt wurden, wurden vor allem dringend Decken und Schlafsäcke benötigt.

Die Musketiere haben sind dann schnell und unbürokratisch auf den Weg gemacht um 100 Schlafsäcke für die menschen im Tunnel bereit zu stellen. zudem haben wir noch einige tage den lokalen Helfern bei der Zubereitung und Verteilung von Essen geholfen.  


Ausführlicher Erlebnisbericht der ersten Mission an die türkische westküste.

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Erlebnisbericht unserer allerersten Hilfsmission in die Türkei vom Juli 2016
Hier findest Du einen ausführlichen und detaillierten Erlebnisbericht von unserer letzten Hilfsmission in die Türkei. Klicke dafür einfach auf den "Download" Button und lade Dir den Bericht hoch. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen des Berichtes. Selbstverständlich würden wir uns auch über Dein Feedback freuen.

Viele Grüße
Deine Musketiere
Ein Leben unter Planen_2.pdf
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Übersichtskarte der Region Izmir / Çesme und der einzelnen Points.

Hier haben wir für Dich eine Übersichtskarte erstellt. So kannst Du Dir sehr gut einen Überblick über die Region und die einzelnen Standorte der Camps machen. Insgesamt haben wir auf unseren Hilfsmissionen über 15.000km zurück gelegt.



Unterstützung der menschen in den slums von neu-delhi in indien

Die Vasudev Foundation ist eine noch junge NGO in Indien Neu-Delhi. Sie und ihr Gründer Prateek helfen den Menschen aus den Slums in Neu-Delhi. Sie unterstützen die Menschen mit Kleidung, Wasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln und leisten dort großartige Arbeit. Zudem verhelfen sie den "unterprivilegierten" Kindern den Weg zu Bildung und ermöglichen Ihnen, gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern, eine privat organisierte Schule besuchen zu können.

Prateek und sein Team leisten direkt vor Ort unermüdliche Hilfe.

Wir unterstützen Prateek, die Vasudev Foundation und sein gesamtes Team mit regelmäßigen kleinen Geldspenden.

Im kommenden Jahr planen wir eine Reise nach Neu-Delhi und wollen mit einem "Musketier-Team", das Team der Vasudev NGO direkt vor Ort unterstützen.